Gewaltpräventionstraining

Das GPT findet regelmäßig in fester Gruppe von 8 Patienten statt. Das strukturierte Gruppenprogramm ist ein Training über 32 Stunden, in dem Kompetenzen zur Vorbeugung von gewalttätigem Verhalten erarbeitet werden. Gewaltbereite und wegen Gewaltdelikten verurteilte Straftäter sollen in dem Trainingsprogramm erfahren und reflektieren welche Bedeutung Gewalt und Aggressivität in ihrem bisherigen Leben gehabt hat. Sie sollen lernen mit ihren Aggressionen so umzugehen, dass die von ihnen ausgehende potenzielle Gefahr für sich und andere verringert wird.

Ziel ist es eine Haltungsänderung zu erreichen, die die Anwendung von gewalttätigem Denken und Handeln auf ein sozial verträgliches Maß reduziert. Konkret soll eine Erhöhung des Verantwortungsbewusstseins, der Impulskontrolle, der Wahrnehmung von eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, der Opferempathie sowie der Wahrnehmung von Körperempfindungen erreicht werden.

Das Training soll zur verbesserten Einschätzung von potenziellen Gefahrensituationen verhelfen, um Eskalation und Gewaltanwendung zu vermeiden. Hierzu dient das Erarbeiten und Trainieren von Handlungsalternativen in Konfliktsituationen.

Methoden und Techniken die hierbei u.a. angewendet werden:

  • Körperarbeit/ -sprache
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Gewaltbiographie
  • Tatrekonstruktion
  • kennen lernen von Alarmsignalen und Risikosituationen
  • Deeskalations- und Konfliktlösungsstrategien
  • Rollenspiele

Dem Training geht ein persönliches Vorgespräch voraus, in dem einerseits die Inhalte und Methoden des Programms vorgestellt werden, andererseits die Motivation des einzelnen Teilnehmers überprüft wird. Die Entscheidung über eine Teilnahme erfolgt in Abstimmung mit den therapeutischen Teams und dem behandelnden Therapeuten.